Warum?

Vielen/einigen/wenigen* Menschen geht es an unseren Schulen richtig gut. Und das ist wunderbar so! Und soll unbedingt so bleiben!

Aber – es gibt auch viele/einige/wenige Menschen, denen es in Schule nicht gut geht. Die vielleicht ‚nur‘ ein leichtes Unwohlsein wie morgendliche Bauchschmerzen fühlen. Oder doch ein großes Leid wie Schulangst erfahren.

Darüber wird an unseren Schulen wenig gesprochen. Und deshalb schreibe ich hier.

Denn in Schule ist vieles gut, aber nicht alles.

Mein Name ist Juliane Pfuhl. Seit fünf Jahren bin ich Lehrerin für Französisch und Spanisch für die Sekundarstufe I und II. In diesen Jahren habe ich mich viel an meine eigene Schulzeit erinnert und wie es mir damals ging, habe vieles in Schule beobachtet, das mich nachdenklich gestimmt hat, und habe eine Menge Fragen im Gepäck, denen ich auf diesem Blog Raum geben möchte.

* Ich möchte mich bei den Angaben von „vielen“, „einigen“, „wenigen“ und anderen ähnlichen Andreas Reinke anschließen. Ich weiß nicht, an wie vielen Schulen wie viele Menschen wie sehr leiden1. Dennoch ist es mir ein großes Anliegen, dass wir anfangen über dieses Leid zu sprechen. Denn, wie Franziska Klinkigt schreibt, viel Leid in Schule ist schlichtweg vermeidbar2.

1 siehe dazu: Reinke, Andreas: VertrauensBildung. Andreas Reinke und Mathias Voelchert GmbH Verlag, Windberg, 2017, S. 13, 17.
2 „Sollte vermeidbares Leid nicht unbedingt vermieden werden? Wäre es nicht regelrecht dumm, vermeidbares Leid nicht zu vermeiden oder gar aktiv aufrechtzuerhalten? Genauso wie Schulstress ein vermeidbares Leid ist, ist auch die Schule schlechthin ein vermeidbares Leid!“ Klinkigt, Franziska: Wer sein Kind liebt… Theorie und Praxis der strukturellen Gewalt. Tologo Verlag, Leipzig, 2015, S.28.