Corona und Schule und immer

In der Corona-Zeit, besonders im Lockdown, drängt sich mir immer wieder die Frage auf, worum es eigentlich geht.

Geht es wirklich darum, dass Schüler*innen Stoffpläne abarbeiten, auf der Online-Lernplattform das Häkchen bei “bearbeitet” setzen? Worum geht es uns Lehrer*innen? Um Vermittlung von Schulwissen?

Vielleicht kann man den Unterrichtsinhalt einfach mal anders nutzen. “Du hast ein Matheproblem. Okay, sprechen wir gleich drüber. Wie geht’s dir denn überhaupt? Hast du Lust, ein bisschen zu erzählen?”

Was ist wirklich wichtig? Dass der Schüler sein Matheproblem behoben hat? Oder um die Verbindung? Darum, zu spüren, dass da jemand ist, der sich für mich interessiert?

“Aber der Junge muss doch Mathe lernen!”

Ja, und das wird er auch. Und zwar viel besser, schneller und leichter in einer Umgebung, in der sich Menschen für ihn interessieren.

Wir Erwachsenen dürfen uns um UNSERE Angst kümmern, dass aus den jungen Menschen “nichts wird”, wenn wir nicht… wenn sie nicht…?

Wir dürfen wieder lernen, ihnen zu vertrauen.

Und so nebenbei werden sie lernen, sich selbst zu vertrauen.