Nur für den Fall eines Widerspruchs

Lehrer*innen sind gut darin beraten, Noten„bestandteile“, Prüfungsergebnisse, aber auch Beratungsangebote, Unterrichtsstörungen, pädagogische Maßnahmen etc. sorgfältig zu dokumentieren – nur für den Fall eines Widerspruchs.

(So haben sie es bereits in ihrer Ausbildung selbst erfahren).

Im Konfliktfall mit den Eltern kann der Lehrer so seine Endnote mit sorgfältig dokumentierten Stundennoten begründen.

Was ich mich schon seit jeher frage, ist: Warum begründet die Dokumentation der subjektiven Stundennoten einer Lehrerin ihre Gesamtbewertung der Schüler*innenleistung?

Nur weil sie am Tag X eine 4 notiert hat und am Tag Z eine 2, bedeutet dies längst nicht, dass die Leistung des Schülers an dem Tag so war.

Letztendlich stehen nur subjektive, lückenhafte und lehrerseitige Eindrücke im Lehrerheft.

Warum wird diesen Notizen solch eine Aussagekraft verliehen?