Selbstschutz?

Corona-Zeit: Die Rückmeldung einer Schülerin: „Ich komme super zurecht mit den Aufgaben und habe alle erledigt.“
Ich schaue ihre Aufgaben nach: Zwei von drei Aufgaben sind unerledigt. Die bearbeitete Aufgabe erfüllt nicht die Aufgabenstellung und ist sehr fehlerhaft.

Man könnte vermuten, dass die Schülerin nicht in der Lage ist, sich und ihre Arbeit zu reflektieren. Vielleicht.

Vielleicht greift sie auch zu einer Strategie des Selbstschutzes. Es ist einfacher, sich selbst vorzumachen, dass man super mitkommt und alles erledigt als sich einzugestehen: „Eigentlich verstehe ich nur Bahnhof und bin in den allermeisten Fächern überfordert.“
Denn dieses Eingeständnis könnte Angst auslösen.

Haben wir gelernt, mit solchen schulischen Ängsten umzugehen?